Montag, 4. August 2008

Zucchini-Auflauf

Zucchini-Auflauf gehört bei mir zu den Klassikern, die ich regelmäßig esse. Die Zucchini halten sich im Kühlschrank im Gemüsefach wochenlang, sind schnell zubereitet und haben eine kurze Kochzeit.

Für den Auflauf schneidet man sie in Würfel, wie im vorigen Beitrag beschrieben: Der Länge nach jeweils zwei Mal quer und zwei Mal längs einschneiden. Wie frisch das Gemüse noch ist, sieht man dann auch daran, dass älteres Gemüse sich sofort aufspaltet, besonders die Karotten. Dann schneidet man senkrecht jeweils Scheiben ab, so dass die Würfel nur so in die Auflaufform purzeln. Die Würfel sollten ungefähr gleich groß sein, damit sie dieselbe Kochzeit haben, aber insbesondere bei Zucchini ist das nicht so heikel. Zu kleine Schnipsel werden allerdings matschig.

Nun kann man Gewürze dazu mischen wie Salz und Pfeffer, aber auch Kräuter der Provence passen sehr gut. Ganz toll passen auch Speckwürfel dazu. (Die kaufe ich schon geschnitten, denn Speck klein zu schneiden ist aufwändig und gefährlich. Dafür braucht man das scharfe Messer, das auch Finger tadellos klein schnippelt.) Etwas Flüssigkeit ist noch nötig, die bis zur Hälfte des Gemüses hoch reichen sollte. Das kann ganz simpel Wasser sein, aber auch Fleischbrühe, Sahne oder Tomatensaft. Die Zucchini und inbesondere die Gewürze müssen abgedeckt werden, weil sie sonst verbrennen und bitter schmecken. Die schnellste Abdeckung sind Semmelbrösel mit Butterflocken. Käse, der klein gerieben ist oder einfach nur in Scheiben geschnitten, eignet sich auch sehr gut. Trockener Käse sollte noch mit Butterflocken besetzt werden, aber bei jungem und mittelaltem Käse fließt beim Schmelzen mehr als genug Fett heraus, so dass der Käse nicht verbrennt.

Im Minibackofen ist eine Ein-Personen-Portion aus einer kleinen Zucchini in 20 Minuten durch.

Fast Apfelstrudel

Angeregt durch den letzten Beitrag über Äpfel habe ich gestern früh nochmal mit Obst experimentiert. Ich liebe Apfelstrudel, aber den Strudelteig vorzubereiten und auszurollen dauert ja ewig. Außerdem ist er immer irgendwo undicht und der Saft läuft heraus (besonders bei Zwetschgenstrudel). Also habe ich eine Schnellvariante entwickelt.

Die Füllung rührt man wie üblich zusammen. Für den Apfelstrudel nahm ich zwei kleine Äpfel (für eine Portion) in Stückchen geschnitten, eine Prise Zimt und einen Tropfen Rum-Aroma, eine Handvoll Rosinen und Mandeln nach Geschmack. (Laut Rezept nehme man 100-200g Rosinen und 100g gehackte Nüsse oder Mandeln auf 1,5 kg Äpfel. Viel Spaß beim Umrechnen! Im Prinzip ist es egal, wie viel es ist.) Laut Rezept in meinem Kochbuch soll man noch mit Zucker süßen. Süßstoff tut es auch. Ich habe ganz darauf verzichtet, denn das Obst ist ja schon süß genug.

Ähnlich wie oben habe ich noch einen Zwetschgenstrudel gemacht. Einfach die Äpfel durch fünf Zwetschgen ersetzt und fertig.

Ganz ohne Teig wollte ich das Obst dann doch nicht der Ofenhitze aussetzen. Normalerweise bedecke ich Aufläufe mit Semmelbröseln und Butter. Leider waren keine Semmelbrösel greifbar. Also mischte ich schnell einen Mürbteig, drücke ihn flach und legte ihn als Deckel auf den Auflauf. Den Mürbteig habe ich statt mit Zucker mit Zimt gewürzt, so dass er auch irgendwie süß wirkte.

Die Zwetschgen waren nach 10 Minuten im Minibackofen gar, die Äpfel erst nach 15 Minuten.

Die Aufläufe eigneten sich ausgezeichnet als Frühstück kurz vor dem Jogging. Sie geben Kraft, ohne zu belasten. Da ich Müsli nicht mag, werde ich jetzt wohl öfter Fast Strudel frühstücken. :-) Mit Quark funktioniert es sicher auch.

Noch ein Hinweis zum Kleinschneiden von Obst und Gemüse: Für kleine Portionen lohnt sich kein Gerät, das man dann wieder sauber machen muss. Ich habe darum ein Gemüsemesserchen, das zwar scharf genug für Gemüse ist, aber nicht so scharf, dass es mir die Finger zerschneiden würde. Damit schneide ich in der Luft, gegen den Finger. Äpfel und anderes runde Obst/ Gemüse wird in Streifen oder Schnitze geschnitten und diese dann quer zerkleinert. In großes längliches Obst/ Gemüse wie Kartoffeln, Karotten oder Zucchini schneide ich der Länge nach ein Karomuster bis zur Hälfe (meistens zwei Quer- und zwei Längsschnitte) und dann scheibenweise die Würfel runter. Und dann wird wieder eingeschnitten und so weiter. Das geht schnell und als Geschirr fällt nur ein Messerchen an.
Das Kleinschneiden ist sehr wichtig, weil es die Kochzeit verringert. Kartoffeln beispielsweise brauchen als ganze Knolle 30-40 Minuten zum Kochen, ab dem Moment, wo das Wasser kocht, was ja auch schon lange dauern kann. In Würfel geschnittene Kartoffeln sind in 15 Minuten durch und man braucht weniger Wasser. Bei Aufläufen wird das Gemüse oft, wenn ungeschnitten, überhaupt nicht gar.
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