Mittwoch, 13. August 2008

Müsli

Eigentlich muss man zum Thema Müsli nicht viel sagen: Es geht schnell und ist gesund. Das weiß jede/r. Mir persönlich ist tägliches Müsli aber zu langweilig und die Variante mit Haferflocken und Milch macht mich nicht wirklich satt. Daher habe ich schon diverse Alternativen ausprobiert. Vor allem aber möchte ich vor Fertigmüsli warnen. Sie enthalten oft Zucker, künstliche Aromastoffe und anderes ekliges Zeug. Man sollte also immer das Kleingedruckte lesen.

Im Prinzip besteht ein Müsli v.a. aus Getreide, Flüssigkeit und Leckerlis.
Rohe Haferflocken mag ich nicht sonderlich. Deshalb esse ich die Haferflocken, wenn schon, dann mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher übergossen. Wenn man sie fünf bis zehn Minuten quellen lässt, hat man eine Art Blitz-Haferschleim, der schön Fäden zieht und besser sättigt. (Gut, manche finden das eklig. *grins*) Ich habe aber auch keine Hemmungen, mir einen Pudding zu kochen, den ich frühstücke. Der Pudding muss nicht unbedingt aus Haferflocken, Kartoffelstärke oder Weißmehl gemacht sein, sondern Milchreis, Sago, und Co. sind auch lecker, gesund und abwechslungsreich. Dass Pudding als ungesünder gilt als Müsli halte ich für glatten Verleumdung. Ich liebe Pudding.

Flüssigkeit: Klassischerweise werden Müslis und Puddings mit Milch zubereitet. Zur Abwechslung verwende ich aber auch mal Joghurt, Quark, Sahne, Fruchtsaft oder Mischungen daraus.

Leckerlis: Trockenfrüchte und Nüsse gehören klassischerweise in ein Müsli. Frische Früchte sind aber auch super. Zum Süßen nehme ich Honig, weil der wirklich zu allen Müslivarianten passt. Manchmal genügt aber auch Orangensaft. Neulich ist es mir gelungen, zuckerfreie Dinkelpops zu kaufen, die mit Honig glasiert sind. Ein echtes Highlight. Ganz gerne würze ich das Müsli außerdem noch mit Zimt, Anis oder Ingwer. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Statt Müsli kann man meiner Meinung nach wie gesagt auch Pudding frühstücken. Oder Obstquark oder einen der Strudelaufläufe, siehe unten. Das ist doch alles genauso gesund! Ich sehe nicht ein, warum ich mich damit quälen sollte, jeden Morgen dieselbe Pampe zu essen. Da entgeht mir ja eine von drei Mahlzeiten, um Rezepte auszuprobieren!

Quarkstrudel-Auflauf

Dieser Blog motiviert mich doch sehr dazu, Neues auszuprobieren! Nach dem Apfelstrudel also den Quarkstrudel. Die Zubereitungszeit des Quarkstrudels betrug ungelogen nur zwei Minuten und an Geschirr gab es zwei Löffel und ein Auflaufförmchen.

Man mische in einer kleinen Auflaufform zusammen: Quark (heute waren es 100g), etwas Sahne oder Öl, Honig und Rosinen nach Belieben, 1 Ei (laut Strudel-Rezept 1 Ei pro 500g Quark).

In den Mini-Ofen schieben, nach 20 Minuten ist der Quarkstrudelauflauf fertig. Ich habe ihn übrigens zum Frühstück gegessen. Macht wunderbar satt!

Montag, 4. August 2008

Zucchini-Auflauf

Zucchini-Auflauf gehört bei mir zu den Klassikern, die ich regelmäßig esse. Die Zucchini halten sich im Kühlschrank im Gemüsefach wochenlang, sind schnell zubereitet und haben eine kurze Kochzeit.

Für den Auflauf schneidet man sie in Würfel, wie im vorigen Beitrag beschrieben: Der Länge nach jeweils zwei Mal quer und zwei Mal längs einschneiden. Wie frisch das Gemüse noch ist, sieht man dann auch daran, dass älteres Gemüse sich sofort aufspaltet, besonders die Karotten. Dann schneidet man senkrecht jeweils Scheiben ab, so dass die Würfel nur so in die Auflaufform purzeln. Die Würfel sollten ungefähr gleich groß sein, damit sie dieselbe Kochzeit haben, aber insbesondere bei Zucchini ist das nicht so heikel. Zu kleine Schnipsel werden allerdings matschig.

Nun kann man Gewürze dazu mischen wie Salz und Pfeffer, aber auch Kräuter der Provence passen sehr gut. Ganz toll passen auch Speckwürfel dazu. (Die kaufe ich schon geschnitten, denn Speck klein zu schneiden ist aufwändig und gefährlich. Dafür braucht man das scharfe Messer, das auch Finger tadellos klein schnippelt.) Etwas Flüssigkeit ist noch nötig, die bis zur Hälfte des Gemüses hoch reichen sollte. Das kann ganz simpel Wasser sein, aber auch Fleischbrühe, Sahne oder Tomatensaft. Die Zucchini und inbesondere die Gewürze müssen abgedeckt werden, weil sie sonst verbrennen und bitter schmecken. Die schnellste Abdeckung sind Semmelbrösel mit Butterflocken. Käse, der klein gerieben ist oder einfach nur in Scheiben geschnitten, eignet sich auch sehr gut. Trockener Käse sollte noch mit Butterflocken besetzt werden, aber bei jungem und mittelaltem Käse fließt beim Schmelzen mehr als genug Fett heraus, so dass der Käse nicht verbrennt.

Im Minibackofen ist eine Ein-Personen-Portion aus einer kleinen Zucchini in 20 Minuten durch.

Fast Apfelstrudel

Angeregt durch den letzten Beitrag über Äpfel habe ich gestern früh nochmal mit Obst experimentiert. Ich liebe Apfelstrudel, aber den Strudelteig vorzubereiten und auszurollen dauert ja ewig. Außerdem ist er immer irgendwo undicht und der Saft läuft heraus (besonders bei Zwetschgenstrudel). Also habe ich eine Schnellvariante entwickelt.

Die Füllung rührt man wie üblich zusammen. Für den Apfelstrudel nahm ich zwei kleine Äpfel (für eine Portion) in Stückchen geschnitten, eine Prise Zimt und einen Tropfen Rum-Aroma, eine Handvoll Rosinen und Mandeln nach Geschmack. (Laut Rezept nehme man 100-200g Rosinen und 100g gehackte Nüsse oder Mandeln auf 1,5 kg Äpfel. Viel Spaß beim Umrechnen! Im Prinzip ist es egal, wie viel es ist.) Laut Rezept in meinem Kochbuch soll man noch mit Zucker süßen. Süßstoff tut es auch. Ich habe ganz darauf verzichtet, denn das Obst ist ja schon süß genug.

Ähnlich wie oben habe ich noch einen Zwetschgenstrudel gemacht. Einfach die Äpfel durch fünf Zwetschgen ersetzt und fertig.

Ganz ohne Teig wollte ich das Obst dann doch nicht der Ofenhitze aussetzen. Normalerweise bedecke ich Aufläufe mit Semmelbröseln und Butter. Leider waren keine Semmelbrösel greifbar. Also mischte ich schnell einen Mürbteig, drücke ihn flach und legte ihn als Deckel auf den Auflauf. Den Mürbteig habe ich statt mit Zucker mit Zimt gewürzt, so dass er auch irgendwie süß wirkte.

Die Zwetschgen waren nach 10 Minuten im Minibackofen gar, die Äpfel erst nach 15 Minuten.

Die Aufläufe eigneten sich ausgezeichnet als Frühstück kurz vor dem Jogging. Sie geben Kraft, ohne zu belasten. Da ich Müsli nicht mag, werde ich jetzt wohl öfter Fast Strudel frühstücken. :-) Mit Quark funktioniert es sicher auch.

Noch ein Hinweis zum Kleinschneiden von Obst und Gemüse: Für kleine Portionen lohnt sich kein Gerät, das man dann wieder sauber machen muss. Ich habe darum ein Gemüsemesserchen, das zwar scharf genug für Gemüse ist, aber nicht so scharf, dass es mir die Finger zerschneiden würde. Damit schneide ich in der Luft, gegen den Finger. Äpfel und anderes runde Obst/ Gemüse wird in Streifen oder Schnitze geschnitten und diese dann quer zerkleinert. In großes längliches Obst/ Gemüse wie Kartoffeln, Karotten oder Zucchini schneide ich der Länge nach ein Karomuster bis zur Hälfe (meistens zwei Quer- und zwei Längsschnitte) und dann scheibenweise die Würfel runter. Und dann wird wieder eingeschnitten und so weiter. Das geht schnell und als Geschirr fällt nur ein Messerchen an.
Das Kleinschneiden ist sehr wichtig, weil es die Kochzeit verringert. Kartoffeln beispielsweise brauchen als ganze Knolle 30-40 Minuten zum Kochen, ab dem Moment, wo das Wasser kocht, was ja auch schon lange dauern kann. In Würfel geschnittene Kartoffeln sind in 15 Minuten durch und man braucht weniger Wasser. Bei Aufläufen wird das Gemüse oft, wenn ungeschnitten, überhaupt nicht gar.

Mittwoch, 30. Juli 2008

Bratapfel

Und da wir schon bei Desserts sind... Das folgende Rezept habe ich selbst kreiert durch Kombination verschiedenster Rezepte aus Büchern. Mein Problem bestand darin, dass ich am Samstagabend oft spontan Bratapfel machen wollte und leider nicht alle der exotischen Zutaten vorrätig hatte. Das einzige, was ich für mein eigenes Rezept extra zukaufen muss, ist das Pflaumenmus und das gehörte eine Zeitlang bei mir ohnehin zu den Grundnahrungsmitteln, die nie ausgehen.

Man nehme ein oder zwei Äpfel pro Person, je nach Größe und ob die Äpfel als vollwertiges Abendessen oder als Nachtisch geplant sind. Mit einem Messer das Kerngehäuse ausstechen (bis auf den Bürtzel). Füllung in einem Schüsselchen zusammen rühren: Pflaumenmus (darf ruhig etwas mehr sein, die Füllung schmeckt auch ohne Apfel) mit Zimt und geriebenen Nüssen/ Mandeln mischen. Wenn man da hat, auch Rosinen oder Zitronat. Gut verrühren und dann in die Äpfel füllen. Wenn man eine besonders dicke Kruste haben möchte, kann man Mandeln oder Semmelbrösel auf die Füllung streuen und noch eine Haube Butter drauf geben, aber die Füllung wird auch so schön knusprig. Äpfel und eine Bodendecke Wasser in eine Auflaufform geben und in den Ofen schieben. In zwanzig Minuten sind sie fertig. Die Zubereitungszeit ist minimal, kommt auf die Menge an.

Bratapfel hat sich sehr bewährt als spätes Abendessen, weil sie erstaunlich satt machen, ohne dass sie schwer im Magen liegen. Sie halten einen also nicht vom Schlafen ab.

An Apfelsorten kann man wirklich alles nehmen. Boskop hat den Vorteil, dass er sehr groß ist (d.h. man kann große Löcher bohren und sehr viel Füllung unterbringen) und beim Kochen nicht matschig wird. Aber nach zwanzig Minuten war noch nie ein Apfel derart matschig, dass es Probleme gegeben hätte. Die Haut hält sie ja zusammen. ;-)

gebackene Banane

Fangen wir doch heute Morgen mit dem Nachtisch an. :-)
Das folgende Rezept habe ich im asiatischen Restaurant abgeschaut und nachgekocht. Um wegen der Kochzeiten sicher zu sein, habe ich gestern Abend nochmal eine gebacken Banane gebrutzelt und etwas experimentiert. Hier also das Rezept für einen zuckersüßen aber zuckerfreien Nachtisch:

Man nehme eine Banane pro Person und lege sie in eine Auflaufform. Dann träufle man Honig über die Banane, so dass sie oben ganz bedeckt ist davon. Ab in den Ofen. Nach zehn Minuten ist sie so weit. Wenn man sie in der Auflaufform serviert, spart man Geschirr und kann auch gleich den heruntergelaufenen Honig aus der Form aufdippen.

Für solche Kleinigkeiten verwende ich übrigens einen Minibackofen. Der braucht nur 10% der Energie eines richtigen Ofens und ist auch im Null-komma-nix heiß. Und wir wollten ja Zeit sparen!

Gestern habe ich neugierdehalber ausprobiert, wie die Banane wird, wenn man sie nicht mit Honig vollträufelt, sondern entweder gar nicht oder mit Butter. Beides ist nicht empfehlenswert. Ohne Honigdecke wid sie ziemlich hässlich. Das wollt ihr gar nicht sehen.

Übrigens gibt es gebackene Banane bei mir besonders dann, wenn die Früchte schon etwas zu unappettitlich braun sind, um sie roh zu essen. Nach dem Backen sehen sie alle gleich aus, ob sie vorher grün, gelb oder braun gescheckt waren und der Geschmack ist auch derselbe. Ein ideales Rezept zur Resteverwertung also.

Trotzdem guten Appettit!

Dienstag, 29. Juli 2008

Vorwort

Hallo miteinander,

schon seit mindestens fünfzehn Jahren wollte ich ein Buch mit dem Titel "Gesundes Fast Food" schreiben, bin aber nicht dazu gekommen. Wenn ich viel Zeit zum Bücherschreiben hätte, würde ich nicht Fast Food kochen.
;-)

Deshalb dachte ich, ich lasse die Welt über ein Blog an meinen Lieblingsrezepten Teil haben. Mir genügt es, berühmt zu werden. Reich muss gar nicht sein.

Zur Geschichte dieser Rezepte: Seit fünfzehn Jahren führe ich meinen eigenen Haushalt. Da ich experimentierfreudig bin und gerne gut esse, habe ich vieles ausprobiert, was man in keinem Kochbuch findet. Ich wollte auf gesunde Nahrung nicht verzichten, auch wenn bei mir das Kochen nebenher gehen muss. Wenn ich viel Zeit habe, backe ich natürlich auch gerne mal einen Käsekuchen oder koche ein Drei-Gänge-Menü. Aber im Alltag sieht das Kochen bei mir eher so aus, dass ich nach der Arbeit spät in die Wohnung stürme, in der Küche irgendetwas zusammen rühre, auf den Herd oder in den Backofen schiebe und dann die Küche verlasse, um die Post durchzusehen oder E-Mails zu schreiben, die Waschmaschine zu füllen oder die Balkonpflanzen zu gießen. Was man eben so macht. Momentan leide ich auch noch darunter, dass es in unserer Kantine mittags oft nur Fleisch mit Beilage gibt. Dann müssen abends die Vitamine her!

Man kann darüber diskutieren, was "gesund" denn nun eigentlich bedeutet. Ich würde mal sagen, dass meine Gerichte immer einen Tick gesünder sind als die bekannte Fast Food Variante. Ernährungstechnisch habe ich schon einiges ausprobiert: vegetarisch, vegan, Trennkost. Daher sind einige der Rezepte für eine solche Ernährung geeignet. Besonders wichtig sind mir die Vermeidung von Zucker (wegen meiner Neurodermitis) und von Glutamaten (wegen der Allergien). Man glaubt gar nicht, was es ausmacht, wenn man diese beiden Gifte weg lässt! Kalorienreduktion ist übrigens unwichtig für mich. Es lebe die Sahne!

Ein weiterer Aspekt ist mir noch wichtig: Die Gerichte sollen nicht nur schnell und mit wenig Aufwand zuzubereiten sein (maximal 30 Minuten, meist weniger als 20 Minuten), sondern vor allem auch keine besonderen Werkzeuge benötigen oder Zutaten, die man nicht überall erhalten kann. Oder nur selten. Ich weiß ja nicht, was Ihr in Eurer Küche vorrätig habt.

So viel für die Einleitung. Ich werde dann die nächsten Tage nach und nach meine Lieblingsrezepte eintippen und danach gibt es eben immer dann Neues, wenn ich wieder etwas erfolgreich ausprobiert habe.

Herzliche Grüße und viel Glück beim Nachkochen!
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