Zur Zeit gibt es in den Supermärkten Eierpunsch zu kaufen, was mich auf folgende Kuchen-Variante brachte:
In der Auflaufform Milch mit Eierpunsch vermischen (Mischungsverhältnis nach Geschmack), ca. 2-3 cm hoch. Dazu einen gehäuften Esslöffel Kartoffelstärke und ein Ei unterrühren. Eine gleichmäßige Schicht Semmelbrösel über die Flüssigkeit streuen, außerdem Mandelsplitter und Butterflocken. 20 Minuten backen.
Diese Advent-Saison habe ich leider noch keine Zeit gehabt, um Neues auszuprobieren. Aus früheren Experimenten weiß ich aber, dass zuckerfrei die meisten Weihnachtsplätzchen nicht so gut schmecken wie das Original. Mit einer Ausnahme: Lebkuchen mit Honig. Ich poste hier meinen absoluten Klassiker, den ich diese Saison schon drei Mal gebacken habe. Das folgende Rezept reicht für ein halbes Blech. Es ist die zuckerfreie Variante von Elisenlebkuchen. Das Beste daran ist, dass man im Wesentlichen die Zutaten in einer Schüssel zusammen rührt und das war´s schon.
Zutaten:
2 Eier, Honig, Vanille, Zimt, gemahlene Nelken, Rum, abgeriebene Schale einer halben unbehandelten Zitrone, 100g Trockenfrüchte (z.B. Aprikosen), 125 g geriebene Mandeln, 100 g geriebene Haselnüsse, Weinsteinbackpulver, einige halbierte Mandeln, Vollkornoblaten
2 Eier mit fünf Esslöffel Honig schaumig schlagen. Dazu mischt man 1 EL Rum, 1 TL Zimt, eine Prise Vanille, 1 Messerspitze gemahlene Nelken, Zitronenschale, klein gewürfelte Trockenfrüchte, Backpulver, Mandeln und Nüsse. Den feuchten Teig mit einem nassen Messer auf die Oblaten streichen. Nach Belieben die Lebkuchen mit mehreren Mandelnhälften belegen. Bei 175 Grad 20 Minuten backen. Nach dem Abkühlen kann man die Lebkuchen auch mit Kuvertüre oder Diabetikerschokolade glasieren oder mit einer Mischung aus Zitronensaft und Honig. Muss aber nicht.
Statt oder zusätzlich zu den Nelken sind natürlich andere Lebkuchengewürze erlaubt. Ich bin ein großer Fan von Piment in rauen Mengen. Muskat oder Ingwer sind auch möglich, aber eher unkonventionell. Der Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt. Bei mir schmecken die Lebkuchen jedes Mal anders! Unglasierte Lebkuchen eignen sich übrigens prima als Reiseproviant, da sie sehr gut sättigen.
Hallo miteinander,
eigentlich sollte ich mich um Weihnachtsgebäck kümmern, aber das ist meistens ja weder gesund noch Fast Food. Aber ich werde mal sehen, was ich die nächsten Wochen tun kann. :-)
Ich dachte, für heute poste ich, wie ich warmen Kakao mache. Ohne Mikrowelle kann das ja länger dauern, wenn man einen Topf mit Milch auf den Herd setzt. Abgesehen davon, dass man einen Topf spülen muss und darauf aufpassen, dass die Milch nicht überkocht. Deshalb mache ich es immer so: Ich koche Wasser im Wasserkocher auf, mische das heiße Wasser mit Kakaopulver und dann kommt noch kalte Milch dazu. Natürlich ist so ein Kakao-Schorle etwas wässriger als das unverdünnte Original, aber als schnell gemachten Schlummertrunk mag ich das trotzdem gerne.
Der folgende Zitronenkuchen ist die immer weiter vereinfachte Version von etwas, das ich neulich gebacken habe. Sehr lecker, auch die beiden Schnell-Varianten. Für Variante a braucht man noch eine Rührschüssel zusätzlich zur Auflaufform, erhält dafür aber auch einen festen Boden, wie sich das für einen Kuchen gehört. Variante b ist in fünf Minuten zubereitet, der Boden ist lockerer und geht in die Füllung über, ist also eher ein Auflauf.
Variante a):
Für den Boden mischt man in einer Auflaufform eine Schicht Semmelbrösel mit derselben Menge gemahlener Mandeln/ Nüsse und etwas Zimt. Gleichmäßig verteilen und mit Butterflocken belegen. In einer separaten Schüssel verrührt man mit dem Schneebesen einen halben Becher saure Sahne mit 1/8 l Milch, einem Ei, einem gehäuften EL Speisestärke, 1 TL Honig und Zitronensaft nach Belieben. Im Minibackofen 20 Minuten backen.
Variante b):
Bei dieser Variante verrührt man zunächst die Füllung in der Auflaufform wie oben beschrieben. Anschließend schüttet man eine gleichmäßige Schicht Semmelbrösel über die Flüssigkeit. 20 Minuten backen.
Beim Backen saugen sich die Semmelbrösel mit Flüssigkeit voll und sinken nach unten, so dass man am Ende doch den "Teig" unten hat. Er ist viel lockerer als in Variante a. Wie gesagt: Nur 5 Minuten Zubereitungszeit, trotzdem lecker!
Noch ein Tipp zum Abspülen: Den Schneebesen immer sofort unter fließendem Wasser abwischen. Wenn es erstmal angetrocknet ist, dauert das Spülen viel länger!
Hi,
ich wollte nur mitteilen, dass das Blog nicht eingeschlafen ist. Ich komme nur nicht dazu, neue Rezepte zu entwickeln. Meine Klassiker stehen ja jetzt schon hier drin. Neue Rezepte probiere ich wohl. Aber die letzten zwei Wochenenden hatte ich genug Zeit, um richtig aufwändig zu kochen und zu backen. Unter der Woche gibt es nur die Klassiker, siehe Blog. In letzter Zeit keine neuen Kreationen, tut mir leid. Tut mir wirklich leid. Mir ist auch langweilig in meiner Küche. :-)
Bis demnächst!
Und noch ein kurzer Abschnitt über Suppen. Natürlich gibt es bei mir keine Tütensuppen! Die gehen auch nicht wirklich schneller. Lang dauert die Suppenbereitung vor allem, wenn man erst das Gemüse anbrät und weil das Wasser eine Weile braucht, um heiß zu werden.
Das Gemüse oder Fleisch oder andere Suppenzutaten erst in Fett anzubraten und dann mit Wasser abzulöschen ist zwar eine feine Sache, verbietet sich aber bei einer Fast Food Suppe. Entweder muss man sich an halbgare Zwiebeln gewöhnen oder fertig angebratene kaufen. Ich persönlich mag sie nicht so dunkel wie die Fertigzwiebeln und lasse die Zwiebeln dann weg, wenn es schnell gehen soll.
Das Wasser für die Suppe wird schneller heiß, wenn man es parallel im Wasserkocher aufkocht, während der Topf schon mit etwas kaltem Wasser auf dem Herd steht.
Soll die Suppe angedickt werden, empfehle ich, das Mehl oder die Kartoffelstärke in besagtes kaltes Wasser einzurühren. Auch die fein gemahlenen Gewürze tue ich dann schon dazu. In heißem Wasser klumpen die Pulver. Grieß oder Kräuter kann man auch ins heiße Wasser kippen.
Für die Fast Food Suppe eignen sich alle Zutaten, die man nicht lange zu kochen braucht, z.B. Zucchiniwürfel, Pilzscheiben, Käsewürfel, Tomatenwürfel, Wurststücke, Speck. Aber auch anderes Gemüse kann man hinein tun, wenn es fein genug geschnitten oder gerieben ist.
Sahne oder Milch füge ich erst zum Schluss dazu, damit die Suppe nicht so leicht überkocht.
Die roten Linsen habe ich erst neulich entdeckt. In unserem Supermarkt stehen sie im Regal "Ethno Food". Sie sind roh unnatürlich orangefarben, aber wenn man sie kocht, werden sie braun und schmecken auch genauso wie ihre etwas größeren, braunen Verwandten. Allerdings sind die getrockneten roten Linsen in zehn Minuten durch, während die normalen braunen locker 40 Minuten und länger brauchen.
Salate sind gesund, allerdings oft aufwändig. Beispielsweise das Waschen verschiedener Blattsalate bereitet einen Aufwand, wie man ihn für Fast Food nicht investieren möchte. Auch Kleinschneiden und -reiben kostet bei manchem Gemüse besonders viel Zeit. Daher empfehle ich die folgenden Gemüse für schnelle Salate aus frisch und ganz gekauften Zutaten:
- Chinakohl (ist normalerweise recht sauber und wenn man mehrere Blätter aufeinander legt auch schnell geschnitten; vor allem hält er sich im Kühlschrank wochenlang)
- Tomaten (nur mit scharfem Messer schnell geschnitten!)
- Erbsen, Bohnen oder Kichererbsen aus der Dose (sind normalerweise so gut durchgekocht, dass man sie auch kalt essen kann)
- Frühlingszwiebeln
- Avocado
- Pilze
- Obst wie Trauben oder Banane schmecken super in Salat, auch Nüsse und Kerne (z.B. Sonnenblumenkerne) -> Möglichkeiten für exotische Kreationen tun sich auf!
Natürlich kann man auch einiges Gemüse fertig gewaschen, geschnitten und geraspelt kaufen, aber das verwende ich nicht. Ich hätte da Angst vor Schimmel. Und Gemüse verliert ja seine Vitamine ab dem Moment, wo es geschält und zerschnitten wird und an die Luft kommt.
Damit der Salat vollwertig wird, kann man noch geräucherten Fisch oder Fisch in der Dose dazu kaufen oder Käsewürfel hinein schneiden. Gekochte Eier sind auch super, wenn zufällig gerade welche da sind.
Fertigsalatsoßen verwende ich keine wegen der Glutamate. Wenn man kühn genug ist, kippt man einfach Öl über den Salat und würzt nach Gefühl. Essig kann dazu, muss aber nicht. Statt Essig schmecken auch Fruchtsäfte gut (v.a. Zitrone oder Orange) oder Naturjoghurt. Was Gewürze angeht, hat man dieselbe Vielfalt zur Auswahl wie bei warmen Gerichten. Beispielsweise liebe ich Kichererbsensalat mit Couscous-Gewürz oder Tomatensalat mit Pizzagewürzen.
Wilde Kartoffeln sind quasi Pommes zum Selberbauen ohne Fritteuse. Man wäscht die Kartoffeln. Schälen kann man sie auch noch, aber ich persönlich esse die Schale mit. Das spart Zeit und angeblich enthalten die Schalen Vitamine. Ich finde auch, dass knusprige Kartoffelschalen sehr gut aussehen und gut schmecken. Aber das kann man halten, wie man will.
Die Kartoffeln werden in Scheiben geschnitten, bei mir ein mal längs in der Mitte und dann nochmal jede Kartoffelhälfte längs halbiert. Die Scheiben legt man auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Für zwei Personen rechne ich ein ganzes Blech, wenn man sonst nichts dazu isst. Dann schütte man Öl in ein kleines Schälchen und pinsle die Kartoffeln oben mit dem Öl ein. Im vorgeheizten Backofen sind die Kartoffeln in 20 Minuten durch.
Dieses Rezept ist uralt und stammt nicht von mir. Man braucht hierfür trocken gewordenes Brot oder Brötchen, ca. 1-2 Brötchen pro Person. Am besten weiß, denn mit Vollkorn schmecken die Ofenschlupfer leider nicht.
Das trockene Brot und Rosinen in einer Schüssel in Milch oder Wasser legen. Dann Äpfel waschen, in Würfel oder Schnitze schneiden und in eine Auflaufform legen. Anschließend das eingeweichte Brot aus der Flüssigkeit nehmen und auf die Äpfel legen. Ei in die Flüssigkeit mischen (pro Person eines), außerdem Zimt und Honig. Die Flüssigkeit gießt man dann über das Brot, so dass es vollständig damit benetzt wird. Unbenetzte Brotkanten werden beim Backen dunkel und knusprig. Das kann man mögen, muss aber nicht. Der Ofenschlupfer ist im vorgeheizten Ofen in 20 Minuten durch.
Die allerschnellste Pizza ist nicht die Tiefkühlpizza, sondern folgende!
Man nehme Toast oder auch anderes Brot und bestreiche es dick mit Tomatenmark. Dann streut man Pizzagewürze darauf. Darauf kommt Gemüse, z.B. hauchdünn geschnittene Zucchinischeiben, Zwiebelscheiben, Oliven, je nach Geschmack. Ganz oben auf liegt der Käse. 10 Minuten im Backofen bei 200 Grad, idealerweise im Mini-Backofen, weil der schnell heiß ist. Da ist die Aufwärmzeit schon in den 10 Minuten enthalten.
Genauso funktioniert auch Flammkuchen. Zunächst befürchtete ich, die Saure Sahne würde in den Brothohlräumen einfach versickern, aber dazu ist sie zu dickflüssig. Flammkuchen kommt ja komplett ohne Gewürze aus, daher kann man gar nichts falsch machen.
Man bestreiche Toast oder anderes Brot mit saurer Sahne. Dazu kommen noch fein geschnittene Zwiebeln und/ oder Speckwürfel. 10 Minuten bei 200 Grad backen. Fertig!
Folgender Auflauf funktioniert garantiert auch mit anderen Früchten wie Äpfeln, Kirschen oder Beeren. Ich beschreibe die Zwetschgen-Variante.
Für eine Portion nehme man eine kleine Auflaufform.
Ich habe eine runde mit Innendurchmesser 13cm und 4 cm Höhe.
In der Auflaufform mische ich ein Ei mit Milch, so dass die Form etwa halb voll ist. Dazu kommt dann noch Zimt oder nach Belieben andere Gewürze. Ich esse den Auflauf auch komplett ohne Süße, normale Menschen möchten vermutlich gerne noch Honig, Süßstoff oder Zucker untermischen. Dann kommt der Grieß hinein, der aber gut mit Milch bedeckt sein muss. Er quillt ja noch. Und oben drauf kommen 10 Zwetschgen, entsteint. Das Entsteinen geht im Handumdrehen, wenn man nur reife Früchte nimmt und sie mit einem scharfen Messer entlang ihrer Naht auftrennt. Dann fällt der Kern fast von alleine heraus. Ganz oben drauf kommt noch eine Handvoll Mandeln.
Im Minibackofen 20 Minuten bei 200 Grad backen.
Ähnlich kann man natürlich auch ganz schnell in der Auflaufform einen Obstkuchen backen, wobei man dann statt Grieß-Milch-Mischung einen richtigen Kuchenteig anrührt.
Wie? Ich habe noch nicht eines meiner Lieblingsrezepte hier eingestellt? Dann aber heute: gebackener Camembert. Der gehört bei mir quasi zu den Grundnahrungsmitteln. Dafür kaufe ich irgendeinen billigen Camembert. Die gibt es in den meisten Supermärkten schon für 59 Cent. Passend zum runden Camembert habe ich auch eine kleine runde Auflaufform.
Die Zubereitung verlangt zwei Minuten. Oder zwei Sekunden? Man wickelt den Camembert aus dem Papier und legt ihn in die Auflaufform. Dann mit Semmelbröseln bestreuen und Butterflocken darauf setzen. Natürlich könnte man ihn auch anständig mit Ei und allem panieren, aber wir sprechen ja von Fast Food. Manchmal habe ich keine Semmelbrösel da. Dann tut es auch nur Butter. Alternativ kann man auch richtig viel Öl in die Auflaufform tun und dann wird der Käse quasi frittiert.
Der Camembert kommt in den Mini-Backofen und ist nach 20 Minuten fertig, ohne dass man sich weiter darum zu kümmern braucht. Schmeckt gut zu Brot, aber auch zu Salaten oder Gemüse.